Lambdasondenspannung messen

So eine Art Out of Topic

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Lambdasondenspannung messen

Beitragvon WBM » 28.09.2008, 12:01

Tach Zusammen

Die Tage habe ich mich mit meinem neuem Gebrauchtwagen beschäftigt.
Die üblichen Dinge halt....Filter, Verteilerkappe samt Finger, Ölwechsel und einen Öldruckschalter ausgewechselt. Thermostat musste erneuert werden da der Motor nicht warm wurde...um die 60° ist etwas wenig.
Zündung eingestellt und Unterdruckverstellung geprüft usw usw.

Mich beschäftigt noch die Regelspannung der Lambdasonde. Diese Sonde liefert ja eine Spannung zwischen 0.1 und 1 Volt (mager /fett) die dem Motorsteuergerät zum regeln der Monoeinspritzung dient.

Wie kann ich verlässlich diese Spannung ermitteln?
Mit meinem digitalem Multimeter komme ich auf 0.5 Volt permanent....die Spannung sollte aber im Leerlauf schwanken.

Hat da einer Erfahrung mit solchen Dingen, gelesen hatte ich digitale Meßgeräte seien zu träge um die Spannungsschwankungen zu erkennen

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Beitragvon chassi » 28.09.2008, 15:43

ich denke mal das dein messgärat einfach zu ungenau ist und auch nicht so schnell reagiert
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Beitragvon WBM » 28.09.2008, 16:20

Tach

Könnte stimmen.

Die Regelspannung hätte 2-3 Hz habe ich gelesen, auch das es so um die 300ms seien. 3 Hz entspricht ca. 300ms.....kommt schon hin.

Analoge Meßgeräte werden empfohlen, ob aber ein Zeigerinstrument mit Drehspulenmesswerk schneller reagiert kann ich mir nicht wirklich vorstellen.

Habe mal mein altes Elavi 5 rausgekramt...mal sehen was das anzeigt

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Beitragvon Timolol » 28.09.2008, 18:50

Sinnigerweise müsste man bei solchen reaktionszeiten ein Oszilloskop anklemmen. Aber das hat auch nicht jeder zuhause.
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Beitragvon WBM » 28.09.2008, 19:06

Tach

Na Klar hat man so ein Ding zuhause...ein Hameg HM204-2.
Nur keine Ahnung wie man mit so einem Teil umgeht.

Das Elavi 5 zeigt auch nix brauchbares an, heute Mittag getestet.
Also nochmal das digitale Metrix an die Sonde geklemmt....Karre kalt, Sonde außer Funktion und 0.5 Volt (Lambda 1 soll 0,45 Volt betragen)

Karre warm gefahren zeigt das Metrix nun 0.2 Volt (Mager) , beim Gasgeben gehts bis 0.85 Volt (Fett) hoch...regelt sich dann wieder auf 0.2 Volt ein

Ich kann keine Schwankungen feststellen(Regelkreis hoch und runter)....entweder sind die Meßgeräte doch zu träge oder die Sonde ist defekt.

Gruß Thomas
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Beitragvon WBM » 04.10.2008, 18:42

Tach

Mal schnell einen Tastkopf für das Ozsi bestellt, Karre warm gefahren und gemessen. Es handelt sich um meinem neuen/alten Passat Variant 1.8 l 90 PS Motorkennbuchstabe RP Typ 35i, 198500 Km

Im Standgas bleibt die Spannung weiterhin bei 0,2 Volt. Wird die Motordrehzahl erhöht ändert sich sie Spannung sichtlich. Es werden meiner Meinung nach keine 0.9 Volt erreicht aber das Zeitintervall scheint zu stimmen.

Hier sieht man die Spannungsänderung nur als veränderlichen, durchgehenden Balken. Die Zeitspanne war zu kurz eingestellt

http://www.wbm-zweitakter.de/VideosAllg ... angsam.AVI

Hier sieht man den Spannungsverlauf mit geänderten Zeitintervall. Bis zur Bildschirmmitte sind es eine Sekunde, also 0.2 sek pro Kästchen. Der Verlauf ändert sich eindeutig mehrmals pro Sekunde

http://www.wbm-zweitakter.de/VideosAllg ... chnell.AVI

Frage: Warum regelt die Sonde erst bei erhöhten Drehzahlen und bleibt im Standgas bei 0.2 Volt hängen. 0.2 Volt signalisieren mageres Gemisch und das Steuergerät muß anfetten...so besagt es der Regelkreis. Wenn aber ständig angefettet wird säuft die Karre Haufen Sprit..und das tut sie auch...wohl im Standgas.

Gibts einen KFZ Mechatroniker im Forum :)

Gruß Thomas
Zuletzt geändert von WBM am 11.10.2008, 23:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon WBM » 10.10.2008, 20:22

Tach Zusammen

Habe mich mal etwas intensiver mit dem Thema beschäftigt u. bin dabei auf folgendes gestoßen, passt wunderbar zu meiner Frage und bietet eigentlich/eventuell auch die Antwort.

"Nach Erreichen der Betriebstemperatur des Motors beziehungsweise der
Lambdasonde beginnt die feststehende Spannung zwischen 0,1 und 0,9 V zu
wechseln. Um ein einwandfreies Messergebnis zu erzielen, muss der Monteur
den Motor auf rund 2.500/min halten. Dadurch ist gewährleistet, dass auch
bei Systemen mit ungeheizter Lambdasonde die Betriebstemperatur erreicht
wird. Denn durch die geringere Abgastemperatur im Leerlauf besteht die Gefahr,
dass die ungeheizte Sonde wieder abkühlt und dadurch kein Signal mehr
Prüfen mit Oszilloskop
Hat die Lambdasonde die vorhergehenden Prüfungen erfolgreich überstanden
und der Diagnose-Fachmann nichts auffälliges festgestellt, muss sich
die Sonde einem Funktionstest stellen. Dazu überprüft der Monteur gemäß
den Herstellervorgaben die korrekte Motoreinstellung. Anschließend schließt
er mit der entsprechenden Anschlussvorrichtung ein Oszilloskop am Sondensignal
an, wobei die Sonde nicht von der Motorsteuerung getrennt werden
darf. Aus Sicherheitsgründen sind immer die von den Fahrzeugherstellern
empfohlenen Originalsteckverbindungen und -adapter zu verwenden.
Der Monteur startet den Motor und bringt die Lambdasonde auf die
richtige Betriebstemperatur, diese gibt ihre Spannung erst bei zirka 250 °C
ab.
Die Experten von Beru, Bosch, Hella und NGK empfehlen daher, den Motor
zuvor einige Minuten laufen zu lassen. Bei einer Drehzahl von rund
2.000/min zeigt sich, die richtige Funktion der Lambdasonde vorausgesetzt,
0,1 und 0,9 V im Rahmen einer Reaktionszeit (von magerem zu fettem Gemisch)
von rund 300 ms. Die Reaktionszeit von fett zu mager liegt im gleichen
Bereich. Ist das Sondensignal konstant oder die Reaktionszeit zu langsam, ist
die Sonde zu tauschen. Durch dieses Verfahren lässt sich
auch feststellen, ob die Sonde gealtert ist: Dabei findet zwar ein Spannungssprung
an der Grenze von fettem zu magerem Mischungsverhältnis statt,
doch dieser fällt deutlich niedriger aus – etwa nur zwischen 0,3 und 0,7 Volt.
Die Sonde regelt dann zu langsam und dadurch steigt der Kraftstoffverbrauch."

Regelt er nun, der gute alte RP, oder nicht....was meint ihr

1: Die Sonde ist nicht beheizt und kühlt deswegen auch recht schnell aus.

2: Im Standgas signalisiert der Drosselklappensteller dem Steuergerät "Standgas" und schaltet das Magnetventil für die Unterdruckverstellung ab...wird da noch was abgeschaltet?

3: Je länger der Motor im Standgas läuft (auskühlt) desto träger arbeitet die Sprungsonde und der Spannungsbereich nähert sich den 0.3-0.5 Volt, der Spannung des Steuergeräts

4: Wird das Gas auch nur einen "mm" bewegt beginnt die Sonde wieder mit der aktiven Regelung

5: Störgröße durch Falschluft, wie im Link von VR6-Matze, konnte nicht festgestellt werden...weder im unteren noch im höherem Drehzahlbereich

6: Die abgesprochenen 300 ms entsprechen ca. 3 HZ...konnten durchaus bestätigt werden, also 3-4 Regeländerungen pro Sekunde. Keineswegs kommt da das Steuergerät nicht hinterher....das selbe Teil muss im Standgas das Einspritzventil 16 mal pro Sekunde zum einspritzen bewegen.



Fazit: Ich habe eine alte Sonde die Altersbedingt nicht mehr den vollen Regelkreis ausschöpfen kann



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